Michael Diewald hört oft, dass seine Produkte doch viel zu schön zum Essen seien. Tatsächlich sehen viele seiner Kreationen prächtig aus: Dank Zuckerguss und viel Fingerspitzengefühl werden in Diewalds Wiener Manufaktur aus Himmelschlüsseln und Föhrenblüten, Flieder, Holler oder Rosen die vielleicht grazilsten Pralinen und Törtchen der Welt.

Schon als Kind ging Diewald mit seinem Großvater leidenschaftlich gern auf die Pilz-Jagd, als Erwachsener wurde er zum begeisterten Wanderer und Wildkräutersammler – auch in und um die Stadt. Irgendwann fragte er sich, wie wohl all die köstlichen wilden Aromen und Gerüche in Schokolade, Marzipan oder Pralinen zu übersetzen seien – das „blühende Konfekt“ war geboren.

Über seinen Job sagt Diewald: „Mich fasziniert am meisten die Vielfalt der Natur“. Zwar hat er mittlerweile mehrere Mitarbeiter, viele der Blüten für seine Kreationen sammelt er aber immer noch selbst im Wienerwald – der Rest wird in einem Garten einer Mitarbeiterin geerntet. Etwa ein Kilo Blüten werden jede Woche kandiert, verkocht oder sonst wie zu Süßigkeiten verarbeitet. Diewalds Lieblingsblüte Wenn die Pralinen blühen ist die Kartoffelrose, „die ist vom Aroma schwer zu übertreffen“, sagt er. Und wer sich dann doch überwindet und eine seiner Schöpfungen kostet, merkt: Sie schmecken mindestens so gut, wie sie aussehen.

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