Weinbergschnecken haben in Wien eine Tradition, die bis ins Mittelalter reicht.

Noch bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts gab es in Wien einen eigenen Schneckenmarkt. „Schneckenweiber“ boten dort die „Austern des kleinen Mannes“ an.

Man aß sie besonders gerne auf Altwiener Art, in Knoblauchbutter geschwenkt, in Bierteig getaucht und in heißem Schweineschmalz schwimmend herausgebacken.
Im Kochbuch der Katharina Prato, das Ende des 19. Jahrhunderts erschien, findet man sechs Schneckengerichte als Fastenspeisen, weil genießerische Mönche meinten, Schnecken gehörten zu den Fischen.

Andreas Gugumuck hat diese Tradition wieder aufleben lassen und seinen 400 Jahre alten Bauernhof in Rothneusiedl, im Süden Wiens, in eine Schneckenfarm umgerüstet. Seine Weinbergschnecken werden dort im Freiland gezüchtet, ernähren sich von Sonnenblumen, Mangold, Raps und Kräutern wie Thymian und Fenchel und werden in traditioneller Handarbeit verarbeitet.

Eine seiner Spezialitäten, die Schneckenleber, besticht durch ihren feinen Geschmack und ihre schöne natürliche Schneckenform. Seit 2010 führt er seine Schneckenzucht im Vollerwerb und versorgt die besten Restaurants im ganzen Land. Als Passagier der Slow Food Arche des Geschmacks liefert die Wiener Schnecke einen wertvollen Beitrag zur regionalen Vielfalt und Identität der heimischen Küche.

This website uses cookies to manage authentication, navigation, and other functions. By using our website, you agree that we can place these types of cookies on your device.

You have declined cookies. This decision can be reversed.

You have allowed cookies to be placed on your computer. This decision can be reversed.