Wenn sich um fünf Uhr morgens die Dämmerungsschleier über dem Neusiedlersee lichten und unzählige Vögel ihre Stimmen erheben, weiß Helmut Schwarz, dass er einen der schönsten Arbeitsplätze der Welt hat.

Er ist Berufsfischer, einer von 14, die heute noch fast täglich am burgenländischen Steppensee in kleinen Booten ihre Reviere abfahren um die Reusen zu kontrollieren und zu leeren.

Gefischt werden darf das ganze Jahr über, nur wenn die einzelnen Arten laichen, haben die Petrijünger Pause. An den schonenden Fangmethoden hat sich seit Generationen wenig geändert, gefischt werden vor allem Aal, Karpfen, Zander, Wels und Hecht, die im Neusiedlersee unter natürlichen Bedingungen ohne den Zusatz von ergänzenden Futtermitteln aufwachsen.

Die Aale wurden übrigens erst in den 1950er Jahren in den See eingesetzt, als Laichräuber werden sie für die Dezimierung einheimischer Fischarten verantwortlich gemacht und heute nicht mehr nachbesetzt. Durch die hohe Qualität gelten alle Neusiedlersee Wildfang Fische als ganz besondere kulinarische Delikatesse, die gerade in den letzten Jahren immer mehr Liebhaber finden. Helmut Schwarz betreibt den Fischfang als reinen Familienbetrieb, von der Befischung bis zur Verarbeitung geschieht alles in Handarbeit.

Angeboten werden die Fischarten je nach Saison und Verfügbarkeit als Frischfisch und als verarbeiteter Fisch. So werden Aal und Wildkarpfen, der ein festes rötliches Fleisch hat, einen Tag lang in eine Marinade aus Salz, Senfkörner, selbstangebauter Dille und etwas braunen Zucker eingelegt und danach sanft geräuchert.

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