Slow Food Wien war am 04.07. beim kultur.montag zu sehen. Der kultur.montag über eine neue Genusskultur und selbstbestimmte Konsumenten. Live zu Gast im Studio ist Barbara van Melle, Obfrau von Slow Food Wien.

Sehen kann man den Beitrag in zwei Teilen hier und hier. Wir danken für den Link!


FRUCHT-GENUSS: SLOW FOOD
Von mündigen Konsumenten und regionaler Küche

Nein, es war nicht die Gurke, auch Paradeiser sind längst exkulpiert. Salat wird wieder bedenkenlos gegessen. Und doch: Es bleibt ein schaler Nachgeschmack.


Die Suche nach dem EHEC-Auslöser hat ans Licht gebracht: Vieles, was als Bio-Lebensmittel vertrieben wird, ist längst Produkt einer global agierenden Industrie. Hat Gemüse, das quer durch Europa gekarrt wird, noch etwas mit naturnaher Produktion zu tun? Es heißt Abschied nehmen von romantisch aufgeladenen Vorstellungen.
Oder besser noch: umdenken, einen Gang runterschalten. Slow Food lautet die Devise, propagiert werden Regionalität und Saisonalität in der Lebensmittelproduktion. Ein Gedanke, der den Konsumenten mehr Mündigkeit abverlangt. Wer weiß noch, wann Saison für Erdbeeren ist, wenn diese über Importe fast ganzjährig im Obstregal zu finden sind?
Immer mehr gastronomische Betriebe vertrauen auf die Schätze des eigenen Umlands und stimmen die Speisekarte auf den Jahreslauf ab. Josef Floh aus Langenlebarn tischt in seinem Gourmetlokal etwa nur auf, was er in einem Radius von 66 Kilometern beziehen kann. Das bedeutet etwa Waldviertler Karpfen statt gegrillter Garnelen - jeder Einkauf würde so zum politischen Akt.

 

 

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