Archiv 2012

Bestes Lebensmittelhandwerk 2012: Marillenmarmelade

Slow Food Wien hat sich gemeinsam mit den Casinos Austria auf die Suche nach der besten Marillenmarmelade des Landes gemacht.

Der erste Platz des Slow Food Wien Preises für 'Bestes Lebensmittelhandwerk 2012' ging bei der Blindverkostung an Eva Grünberger, die in ihrem Donaugarten in der Wachau unter 1.000 Marmeladengläser pro Jahr produziert. Platz zwei spielt hingegen in einer größeren Liga mit: Die Wiener Manufaktur Staud‘s konnte mit ihrer Venusberg Garten Leichtkonfitüre die Tester überzeugen. Der dritte Platz ging an die steirische Delikatessen-Manufaktur Fink’s.

Geschüttelt, nicht gepflückt

Das Geheimnis der drei Sieger-Marmeladen liegt wenig verwunderlich im Rohmaterial. „Ich nehme meine eigenen Marillen aus meinem Garten. Ich pflücke sie aber nicht, sondern schüttle sie runter, denn dann sind sie richtig reif. Und ich verarbeite sie gleich danach“, sagt Eva Grünberger, die sich in ihrem Donaugarten eigentlich auf die Herstellung von Suppen spezialisiert hat. Ihre Marillenmarmelade hat einen Fruchtanteil von 70 Prozent, neben Zucker kommt lediglich das Geliermittel Pektin und Zitronensäure dazu.

Hans Staud, der heuer auf 3.500 Kilogramm Marillenmarmelade aus seinem Wachauer Venusgarten kam – „die Ernte war quantitativ schlecht, im letzten Jahr hatten wir 12.000 Kilo“ – setzt ebenfalls auf 70 Prozent Fruchtanteil. Neben Zucker und Pektin fügt er noch Zitronensaft hinzu – und kocht das Ganze im Vakuum. „Wenn Sie Marmelade kochen riecht es ja so gut, das geht aber alles verloren. Wir kochen im Vakuum bei 70 Grad, da riecht man nichts, dafür ist der ganze Geschmack in der Marmelade“, so Staud.

Bettina Fink wiederum setzt – neben der richtigen Sorte und dem optimalen Reifezeitpunkt – auf einen möglichst kurzen Kochprozess. „Am besten man erhitzt die Früchte nur kurz, denn sonst zerkocht man sie“, sagt Fink, deren Leichtkonfitüre ebenfalls mit einem Fruchtanteil von 70 Prozent aufwarten kann. Sie verzichtet hingegen auf Zitronensaft und Zitronensäure und fügt neben Zucker lediglich Pektin hinzu. „Wir passieren die Marmelade nicht, dadurch ist sie stückig, fast wie ein Röster“, so Fink, die mit ihrem Mann Hans Peter in der steirischen Manufaktur etwa 1.500 Kilogramm Marmelade pro Jahr produziert.

Auch wenn die drei Gewinner bei ihrer Marmelade unterschiedliche Schwerpunkte setzten, sind sie sich in einem einig: Die heurige Marillenmarmelade war zwar quantitativ schlecht, qualitativ war sie aber umso besser. Und das wiederum ist die beste Voraussetzung für gute Marillenmarmelade.

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Wien auf der Terra Madre Turin 2012

Bereits zum neunten mal findet dieses Jahr von 25.-29. Oktober der Salone del Gusto auf dem Messegelände Lingotto und in der Oval-Halle in Turin statt. Dieses Jahr verschmelzen der Salone del Gusto und die bisher vier mal parallel stattgefundene Terra Madre zum ersten Mal
zu einer einzigen und einzigartigen Veranstaltung, in der sich die außerordentliche
Vielfalt der Esskulturen aller fünf Kontinente widerspiegelt. Die Veranstaltung hebt die globale Grenze zwischen Nord und Süd auf und würdigt in gleichem Maße alle Kleinproduzenten, die sich den Prinzipien von guten, sauberen und fairen Lebensmitteln verschrieben haben – Lebensmittel, deren Qualität alle Sinne anspricht und die gleichzeitig die Kriterien von Umweltfreundlichkeit und sozialer Gerechtigkeit
erfüllen.

Der Salone del Gusto baut auf den großen Erfolg der letzten acht Veranstaltungen auf, und steuert wie immer ein üppiges Portfolio an herausragenden Köchen, Geschmackserlebnissen, Presidi und teilnehmenden Institutionen bei. Das Terra Madre Treffen hingegen repräsentiert ein Netzwerk von Lebensmittelbündnissen, Akademikern, Köchen und jungen Menschen aus über 170 Ländern der
Welt. Das große Ziel ist es, die weltweit wichtigste Veranstaltung rund ums Essen zu schaffen, die den Genuss am Essen mit dem Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem, was wir essen und denen, die es produzieren, verbindet. Die gastronomische Erfahrung bleibt nach wie vor der Dreh- und Angelpunkt des Salone. Sie wird ergänzt von den Kenntnissen der Frauen und Männer, die weltweit Lebensmittel anbauen, züchten und weiterverarbeiten, sowie von der Kultur und Natur der Regionen, die diese Früchte hervorbringen und mit denen sie tief verwurzelt sind.

Das Programm


In diesem Jahr sind der Salone del Gusto und Terra Madre zum ersten Mal ganz für das Publikum geöffnet und bieten allen Besuchern die Gelegenheit, die Geschmacksvielfalt der italienischen Regionen und die Presidi aus der ganzen Welt – von Peru bis Malaysia – zu entdecken. Neben dem Salone del Gusto, einem weitläufigem Markt der Vielfalt an dem Produzenten aus aller Welt ihre Produkte anbieten gibt es Veranstaltungen zur Geschmackserziehung für Erwachsene und Kinder, Konferenzen und Diskussionen, Verkostungen und gastronomische Entdeckungsreisen – geführt von Spezialisten, Fachleuten, Produzenten und Gastronomen, die sich im Rahmen der wohlbewährten Geschmackserlebnisse (Laboratori del Gusto)
und der Theater des Geschmacks (Teatro del Gusto) ans „Lehrerpult“ stellen.

Slow Food Wien wird mit Wiener Produzenten und den Slow Food Wien Cooks einen Wien Stand am Salone del Gusto betreiben.
Weiters wird ein Geschmackserlebnis (Laboratorio del Gusto) mit Valses Viennoises - dem Geschmack von Wien, bespielt werden. Wien ist eine Stadt der Kontraste. Paläste, Kirchen, Museen und Denkmäler sind Zeichen der prunkvollen Vergangenheit als Kaiserreich. Die Wiener Küche ist so wie die Architektur, Kunst und Bevölkerung eine bunte Mischung von Einflüssen aus allen Ecken des ehemaligen Österreich-Ungarischen Kaiserreichs. Das Laboratorio del Gusto wird traditionelle Speisen in den Mittelpunkt rücken und diese mit einer modernen und doch typisch Wienerischen Einstellung beleuchten.

Produzenten aus Wien:

Schinkenmanufaktur Thum – traditioneller Wiener Beinschinken hergestellt nach 150 Jahre alter Tradition.
Wiener gemischter Satz – Wein aus den Wiener Weingärten, nach uralter Methode hergestellt
Joseph Brot – Österreichisches Bäckerhandwerk vereinigt in doppelt gebackenem Sauerteigbrot
Wiener Schnecke – oft Auster der Armen Leute genannt hat sich diese Wiener Spezialität schon
längst zu einem kulinarischen Geheimtipp entwickelt.
Gegenbauer Essig - Essigbraukunst auf höchster Stufe.
Slow Food Wien Cooks - Kulinarischer Brückenschlag Rezepte rund um den Globus: Junge Flüchtlinge kochen Gerichte aus ihrer Heimat.

Die neuen Kandidaten der Arche des Geschmacks zu Gast in der Miele-Galerie Wien

Die Veranstaltung war ein großer Erfolg und wir bedanken uns bei allen Teilnehmern. Wir hoffen es hat Ihnen ebenso gefallen und geschmeckt wie uns! Wir danken auch dem Team von Miele vor Ort das den Abend mit einer wunderbaren Küche und tatkräftiger Unterstützung möglich gemacht hat.

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SLOW (das österreichische Slow Food Magazin) und Arche Noah präsentieren die neuen Kandidaten der "Arche des Geschmacks" in der edlen  Miele-Galerie in Wien. Wir laden Sie zum Workshop der Vielfalt ein.

Die Hauptdarsteller: das wiederentdeckte „Waldviertler Kriecherl“ etwa, eine fast vergessene uralte Obstorte, die gerade eine neue Renaissance erlebt und sich zu wunderbaren Röstern, Kompotten und Kuchen verarbeiten lässt. Oder auch das köstliche „Scheckerl“, eine ebenfalls selten gewordene Erdäpfelsorte, die nun in Kooperation mit der Arche Noah wieder kultiviert wird, ebenso wie Fisolen- und Bohnen-Raritäten.

Bernd Kajtna von der Arche Noah wird über die präsentierten Raritäten sprechen, das „SLOW-Team“ Barbara van Melle und Elisabeth Ruckser wird feine Kostproben daraus zubereiten und Tipps und Infos für den optimalen kulinarischen Genuss geben.

Genuss-Workshop „SLOW kocht“:
Donnerstag, 6. September, 18.30 Uhr,
Miele-Galerie Wien, Vorarlberger Allee 31, 1230 Wien.
Kostenbeitrag: € 15,- für Slow Food Mitglieder, € 20,- für Nichtmitglieder.

Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bitte beachten Sie, dass die Reservierungszusage erst nach Überweisung des Unkostenbeitrags erfolgen kann. Zahlungsinformation erfolgen per Mail.

Anmeldungen bis 29.08.2012

 

Einladung: Impulsvortrag, Podiumsdiskussion und Überraschungsmenü

Wer isst, was wir retten wollen?

Impulsvortrag, Podiumsdiskussion und
3-Gänge-Überraschungsmenüvon Christian Petz

Wo: Wiener Badeschiff
Donaukanallände zwischen Schwedenplatz und Urania
Wann: 5. Juli, 18:30 Uhr
Unkostenbeitrag: €32 für Slow Food Mitglieder €36 Nichtmitglieder, (inkl. Menu, exkl. Getränke)
Anmeldungen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Es diskutieren:


Dominik Flammer, Buchautor und Food-Scout
Philipp Furtenbach, AO&,verwendet ausschließlich Produkte deren Hersteller ihm persönlich bekannt sind
Dr. Stephan Mikinovic, Geschäftsführer AMA
Willi Klinger, Chef der Österreich Weinmarketing GmbH (ÖWM)
Roland Velich, Weingut Moric, Winzer

Moderation: Severin Corti (der Standard)

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